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Man erkennt eine verblüffende Übereinstimmung der beiden Bilder, die jeweils eine Sinus-
schwingung zeigen. Dadurch wird deutlich, daß die vom Körper vollzogenen Bewegungen
an die Umgebung übertragen werden und sich so im Schallsignal wiederfinden.
Damit der Schall transportiert werden kann, ist jedoch eine Welle notwendig.
1.3. Die Welle
Die Schallwelle ist ein räumlicher und zeitlicher Vorgang, bei dem Energie, hier der
Schall, transportiert wird. Für die Beschreibung der Welle sind die folgenden Begriffe
notwendig:
1. Die Wellenlänge l ist der kürzeste Abstand zweier Oszillatoren (als Massenpunkt
vorstellbar), die in gleicher Phase (Ruhelage wird zur selben Zeit erreicht) schwingen.
2. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit c ist vom Medium und dessen Temperatur abhän-
gig, in dem sich die Welle bewegt (in Luft ca. 340 m/sec) und wird nach der Formel
c=f*l berechnet.
3. Bei einer Longitudinalwelle verläuft die Schwingungsrichtung parallel zur
Ausbreitungsrichtung (für die Musik nicht von Bedeutung).
4. Bei einer Transversalwelle schwingen die Oszillatoren senkrecht zur Ausbreitungsrich-
tung.
1.3.1. Stehende Wellen
Die stehende Welle nimmt in der Musik einen ganz besonderen Stellenwert ein, da ein Ton
nur durch sie entstehen kann. Dabei wird das Musikinstrument in Eigenschwingungen ver-
setzt, wenn die Schallwelle bei geeigneter Länge reflektiert wird und so hin- und rücklau-
fende Welle interferieren und die resultierende Welle Punkte besitzt, die ständig in Ruhe
bleiben. Es gibt also Stellen, an denen die Auslenkung null ist Schwingungsknoten. Die
Stellen mit maximaler Amplitude werden als Schwingungsbäuche bezeichnet. Knoten und
Bäuche bleiben aber immer an der gleichen Position, wodurch die stehende Welle ihren
Namen hat. Zwischen zwei benachbarten Knoten schwingen die Oszillatoren mit unter-
schiedlicher Amplitude aber in gleicher Phase.
Der Verlauf einer solchen Welle ist von den Randbedingungen abhängig, d.h. ob gleiche
(fest fest bzw. offen offen) oder gemischte Randbedingungen (fest lose bzw. offen
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