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3.6. Schlaginstrumente
Jeder kennt das Schlagzeug mit Snare-Drum, Bass-Drum, Hi-hat und Toms aus der Unter-
haltungsmusik. Aber auch die unter dem Begriff Percussions zusammengefaßten Instru-
mente gehören zu den Schlaginstrumenten, da sie durch Anschlagen mit dünnen Holzsticks
oder dicken Schlegeln zu meist unbestimmten Tönen angeregt werden (z.B. Woodblocks,
Tamtam, Tamburin, Bongos usw.). Hier sollen jedoch besonders die Trommeln und ihre
Funktionsweisen aufgezeigt werden.
Bei Trommeln (Snare-Drum, Bass-Drum, Toms usw.) werden gespannte Trommelfelle als
Membran verwendet, die als einfachste flächenhafte Schallgeber wirken. Um das Prinzip
der Membran zu erklären, kann man sie mit einer Saite vergleichen.
Die Membran besitzt jedoch nicht nur die Dimension der Länge, sondern zusätzlich noch
die der Breite. Die Spannung ist bei beiden die rückführende Kraft, die das System in
Schwingung versetzt, nachdem es von einem darauf ausgeübten Druck verformt worden
ist. Die kreisförmige Membran wird entlang ihres Umfangs gespannt und kann so auch
gestimmt werden. Ein großer Unterschied zwischen Saite und Membran besteht jedoch
darin, daß die Obertöne einer Saite Harmonische sind, die der Membran dagegen Anhar-
monische.
Die Pauke löst im Gegensatz zu anderen Trommelarten ein Tonhöhenempfinden aus, was
sie zum wichtigsten Schlaginstrument im Orchester macht. Sie kann selbst auch über einen
Bereich von mehr als einer Oktave gestimmt werden, was durch ändern der Trommelfell-
spannung geschieht. Verdoppelt man die Membranspannung, so erhöht sich ihre Frequenz
um eine halbe Oktave. Um während des Spielens flexibel zu sein, haben moderne Pauken
pedalbetriebene Spannvorrichtungen.
Es stellt sich nun die Frage, wie man die unharmonischen Verhältnisse einer Membran bei
der Pauke auf harmonische Verhältnisse bringen kann, um ein Tonhöhenempfinden auszu-
lösen.
Den Hauptanteil dabei hat wohl die Belastung der Membran durch die Atmosphäre. Die
idealisierte Membran schwingt in einem idealisierten Vakuum. In Wirklichkeit schwingt
das Trommelfell jedoch unter der Last der Luftsäule. Die so in Bewegung gesetzte Luft-
masse wogt hin und her und setzt die Oberfrequenzen herab. Zwei weitere Faktoren sind
noch die im Kessel eingeschlossene Luft, die ihre eigenen Resonanzen hat und mit den
Frequenzen des Trommelfells in Wechselwirkung treten kann, sowie die Steifigkeit der
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