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Aber zurück zur Tonentstehung. Die periodischen Druckschwankungen, die im Mundstück
auftreten, erregen eine Druckwelle, die zuletzt den ausladenden Schallbecher erreicht.
Während dieses Vorganges verliert die Welle durch Reibung und Wärmeableitung Ener-
gie. An der Erweiterung des Schallbechers wird ein Großteil der Schallwelle reflektiert und
läuft zum Mundstück zurück. Der Rest der Welle wird in die Umgebung abgestrahlt.
Die reflektierte und immer wieder neu angeregte Schallwellen bilden zusammen stehende
Wellen.
Abb. 2
Anhand des Spektralbildes (Abb. 2) eines Signalhornes, das aus einem mehrfach gewun-
denen Messingrohres ohne Ventile besteht und etwa die Länge 145 cm hat, konnte das
Verhalten der Oberfrequenzen, die hier als Naturtöne bezeichnet werden, untersucht wer-
den. Es wurde festgestellt, daß diese ganzzahlige Vielfache einer Grundfrequenz (hier etwa
350 Hz) sind. Mit dem Vergleich der Formeln für stehende Wellen in Rohren mit gleichen
Randbedingungen
fn=(n+1)c/2l
für Eigenfrequenz-Nr. n=0,1,2,3,...
c=Schallgeschwindigkeit
l=Säulenlänge
erhält man zur absoluten Grundfrequenz von 117 Hz, die das Instrument mit dieser Länge
erlaubt, eine 2. Oberschwingung von 351,7 Hz. Damit ist diese Formel bestätigt worden
und zeigt, daß die stehende Welle bei Blechblasinstrumenten bei ganzzahligen Vielfachen
der Grundfrequenz zustande kommen. Die unterschiedlichen Bohrungen des Mittelstücks
werden nämlich durch die dementsprechend anders verlaufenden Schallbecher wieder auf
eine gleiche Ausbildung der stehenden Welle gebracht.
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