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Versuch 2:
Wieder werden die zwei verschiedenen Gruppen untersucht, wobei das Saxophon durch
die Querflöte ersetzt wird, weil nun die Länge des Instrumentes in den Vordergrund
rückt und sich die Länge der Querflöte einfacher messen läßt, als die des gekrümmten
Saxophons.
Mit dem Oszilloskop wird die tiefste mögliche Frequenz untersucht, wobei alle Löcher
der Instrumente geschlossen sein müssen. Die Längen der Instrumente müßten sich zur
Frequenz nach den im Kapitel 1.3.1. Stehende Wellen dargestellten Formeln
fn=(n+1)c/2l
für Eigenfrequenz-Nr. n=0,1,2,3,... (Querflöte: Abb. 5)
c=Schallgeschwindigkeit / l=Säulenlänge
fn=(2n+1)c/4l
bei n=0,1,2,3,... (Klarinette: Abb. 6)
verhalten.
Abb. 5: Zeitabl.= 1 msec=> f0=252,7 Hz
Abb. 6: Zeitabl.= 2 msec=> f0=145,6 Hz
Die Formeln werden für die Grundfrequenz mit n=0, den jeweiligen Frequenzen und der
Schallgeschwindigkeit c=340 m/sec nach l aufgelöst.
l=c/2f=0,67 m
l=c/4f=0,58 m
Ergebnis:
Für die theoretische Länge l der Querflöte erhält man den Wert 0,67 m und der theoreti-
sche Wert für die Klarinettenlänge beträgt 0,58 m. Beim Nachmessen der tatsächlichen
Längen werden diese Werte genau bestätigt. Also müssen die theoretischen Beziehun-
gen, die zu Beginn aufgestellt wurden, trotz des seltsamen Schallspektrums der Klari-
nette bestätigt werden, für das ich leider keine ausreichende Erklärung habe.
Es ist allerdings so, daß die Klarinette in Wirklichkeit nicht rein zylindrisch, sondern
teilweise gering konisch verläuft. Dies könnte eine Erklärung für diese theoretisch ei-
gentlich unmöglichen Oberfrequenzen sein.
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