Title:

Akustik in der Musik

Home
Publication List
deutsch
  
ISBN: 379571866X   ISBN: 379571866X   ISBN: 379571866X   ISBN: 379571866X 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

31 Luftblatt abwechselnd in die Bohrung hinein und wieder heraus. Dabei richtet sich die Fre- quenz dieses periodischen Wechsels nach den Bohrungsmaßen und der Lage der Grifflö- cher. Den Resonanzfrequenzen der Luftsäulen und ihren entsprechenden Wellenlängen liegt mal wieder die stehende Welle zu Grunde, d.h. sie sind abhängig von der Länge der Bohrung. Hier ist jedoch zusätzlich noch die Form der Innenbohrung von größter Bedeutung. Bei einer konischen Bohrung mit einem druckgesteuerten Rohrblatt am engeren Ende (Sa- xophon, Oboe), aber auch bei einer zylindrischen Bohrung mit offenem Ende (Flöte), die über ein geschwindigkeitsempfindliches Luftblatt angeblasen wird, entspricht bei der Grundschwingung die Wellenlänge der doppelten Bohrungslänge. Vergleichbar ist dies mit einer stehenden Welle in einem Rohr mit gleichen Randbedingungen. Die Obertöne sind ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz, also Harmonische (siehe „1.3.1. Stehende Wel- len“). Wird in einem zylindrischen Rohr (Klarinette) mit einem druckgesteuerten Rohrblatt der Grundton angeregt, dann entspricht die Wellenlänge dem vierfachen der Bohrungslänge – vergleichbar mit einem Rohr mit gemischten Randbedingungen. Daher sind die Obertöne ungeradzahlige Vielfache der Grundmode. Durch viele seitliche Grifflöcher am Instrument kann die Tonhöhe variiert werden, weil so die wirksame Länge heruntergesetzt wird und so gewissermaßen neue Grundschwingungen entwickelt werden können. Wie sich die wirksame Länge beim Öffnen von Löchern ändert, kann nur kurz beschrieben werden.   Ist das Loch genauso groß wie die Innenbohrung, dann erhält man dieselbe Tonhöhe wie bei einem Rohr, das bis zu diesem Loch reicht. Je kleiner die Löcher, desto geringer der Unterschied zwischen tatsächlicher und wirksamer Rohrlänge. Um jedoch noch flexibler zu sein, werden meist kleinere Löcher verwendet, die aber über eine meist recht kompli- zierte Mechanik weitere Tonlöcher öffnet bzw. schließt. Wenn alle Tonlöcher geschlossen sind, klingt der tiefste Ton, weil die Rohrlänge maximal ist. Werden nun die Grifflöcher, die vom Mundstück am weitesten entfernt sind, langsam nacheinander geöffnet, so wird der Ton immer höher. Hinzu kommen noch Überblastech- niken, die jeden Ton in ihre nächsthöhere Eigenfrequenz versetzen. Dies ist bei einer Flöte oder einer Oboe eine Oktave und bei der Klarinette gar eine Duodezime (Oktave+Quinte).   E. G. Richardson vom University College London entwickelte zwar um 1930 mit Hilfe elektrischer Ersatzschaltungen ein Modell, welches die Berechnung der Auswirkung eines einzelnen offenen Loches ermöglichte, weil dies immer noch das größte Problem der In-
  
Musikalische Akustik. Ein Handbuch
Sonstige Artikel:
Über den Tod und das Leben danach
Arbeitslos - und nun?: Von ALG 1 bis zu Hartz IV
von Falko Lauth
Die Tierarzthelferin: Lehrbuch und Leitfaden für die Ausbildung zur Tierarzthelferin und zum Tierarzthelfer
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic sites:
ScientificPublication.com/Startseite/Wissenschaft
StudyPaper.com/Startseite/Wissenschaft/Naturwissenschaften/Physik

External Links to this site are permitted without prior consent.

Publication List:
Akustik in der Musik
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum