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Akustik in der Musik

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ISBN: 3322008126   ISBN: 3322008126   ISBN: 3322008126   ISBN: 3322008126 
 
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30 3.4. Holzblasinstrumente Für viele Laien ist es unverständlich, wie beispielsweise ein Saxophon, das fast nur aus Metall besteht, oder eine Querflöte, die ausschließlich aus diesem Material gefertigt wird, zu den Holzblasinstrumenten gezählt werden müssen. Der Grund ist ganz einfach.   Der Ton eines jeden Holzblasinstrumentes wird mit einem Hilfsmittel aus Holz gebildet. Bei dem Saxophon ist dies ein Blatt aus Schilf am Mundstück und bei der Querflöte zählt die historische Entwicklung, denn zu Beginn stellte man Querflöten vollständig aus Holz her. Außerdem besitzen sie die typischen Merkmale von Holzblasinstrumenten: das Rohr- blatt, die Innenbohrung und die seitlichen Grifflöcher. Zunächst soll das Prinzip der Rohrblattinstrumente näher erläutert werden. Bei diesen In- strumenten entsteht der Ton mit Hilfe eines einfachen (Saxophon, Klarinette) oder eines doppelten (Oboe, Fagott) Rohrblattes (Abb. 1). Die einfachen Rohrblätter funktionieren ähnlich, wie die Zunge einer Zungenpfeife. Das Rohrblatt dient gleichermaßen als Ventil, das sich periodisch öffnet und schließt und auf diese Weise den Luftstrom in Luftstöße verwandelt, die der Luftsäule ständig Schwingungsenergie zuführen. Die Schwingungsfre- quenz ergibt sich aus der Frequenz der angeregten Druckschwankungen in der Luftsäule. Die Tonhöhe wird dabei fast ausschließlich von der Innenbohrung bestimmt. Das Rohrblatt hat darauf wenig Einfluß, da es im Gegensatz zur Zunge der Zungenpfeife immer die selbe Länge hat. Die Dicke und Masse des Blattes ist dabei nur für den Musiker wichtig, da er so über unterschiedliche Klangcharakter (offen, dumpf, klassisch, jazzig) entscheiden kann. Die einfachen Rohrblätter werden an einem Mundstück aus Kautschuk oder Metall befes- tigt, während die Doppelrohrblätter, bei denen die Luft durch einen schmalen Schlitz zwi- schen den beiden Rohrblattzungen geblasen wird, direkt in die Luftsäule gesteckt werden. Abb.1   Abb. 2 Ein völlig anderer Ventilmechanismus liegt den Flöten zu Grunde (Abb. 2). Er ist mit dem Mechanismus der Labialpfeife vergleichbar. Ein dünner Luftstrahl trifft auf die Anblasöff- nung einer Kante. Die Schwingungen werden nun durch Änderung der Luftgeschwindig- keit am oberen Ende der Innenbohrung bestimmt. Die schwingende Luftsäule lenkt das
  
Lehrbuch der Physik, Bd.1, Mechanik, Akustik, Wärmelehre
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