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3.3. Klavier
Das Klavier (Abb. 1), dessen Töne durch Saiten entstehen, wird den Tasteninstrumenten
zugeordnet, da die Saiten mit einer speziellen Mechanik über Tasten und Hämmer ange-
schlagen werden. Das Klavier entwickelte sich erst aus einfachen Saiteninstrumenten, zu
dem später noch eine Tastatur nach dem Vorbild der Pfeifenorgeln hinzukam.
Erst im Jahr 1709 rüstete der italienische Cembalobauer Bartolommeo Cristofori zum ers-
tenmal ein Cembalo (Saiten werden angerissen) mit einer Hammertechnik aus. Durch diese
Neuerung war zum ersten Mal ein dynamisches Spiel, d.h. leises und lautes Spiel, möglich.
Das Instrument bekam den Namen piano-forte. Nun wurden aber auch wesentlich stärke-
re Saiten mit höherer Spannung benötigt, wodurch nun ein stabileres Gehäuse nötig war.
Abb. 1
Da die Hammermechanik von Cristofori jedoch sehr störanfällig war und das Instrument
sich zunächst nicht durchsetzen konnte, versuchten viele Instrumentenbauer besonders die
Hammertechnik zu verbessern. Dabei ist die Hammertechnik ein Zusammenwirken mehre-
rer Phasen: Schlägt man einen Klavierton an, so springt ein kleiner mit Filz bezogener
Hammer gegen einer Gruppe von gleichklingenden Saiten (das Klavier hat meist drei oder
zwei Saiten für einen Ton, um die Lautstärke zu erhöhen). Gleichzeitig hebt sich ein mit
Filz bezogener Block, der Dämpfer, von den Saiten ab, so daß sie frei schwingen können.
Beim Loslassen der Taste senkt sich der Dämpfer wieder und hält die schwingende Saite
fest.
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