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Um sich das Prinzip der Resonanzfälle in einer Pfeife besser vorstellen zu können, wird im
nächsten Versuch ein Glasrohr mit geschlossenem Ende einen gedackten Pfeifenkörper
ersetzen.
3.2.2. Kundtsches Rohr
Der Physiker Kundt beschrieb erstmals im Jahre 1866 stehende Wellen mit Hilfe der
Kundtschen Röhre, bei der sich Schwingungsknoten und Bäuche besonders gut erkennen
lassen und damit die Wellenlängen von Schallwellen ermittelt werden können. Man beo-
bachtet schwingendes Korkpulver in einem Glasrohr, in das mit einem Lautsprecher
Schallwellen eingestrahlt werden (Abb. 6). An den Bewegungsbäuchen wird das Pulver
durch die rasche Bewegung der Luft weggeschleudert und sammelt sich an den Bewe-
gungsknoten. Wenn die Röhre gegenüber dem Lautsprecher geschlossen ist, können die
Kundtschen Staubfiguren besser beobachtet werden, da die Schallwelle am geschlossenen
Ende reflektiert wird und sich so leichter eine stehende Welle ausbildet.
Da sich die Verteilung der Bewegungszustände im Rohr nicht ändert, wird die an sich ein-
gestrahlte fortlaufende Welle als stehende Welle bezeichnet.
Sobald das Rohr mit derjenigen Frequenz bestrahlt wird, in der seine Luftsäule selbst
schwingungsfähig ist, werden die Schwingungen der Luftteilchen besonders heftig und die
Bewegungszustände bilden sich immer abwechselnd und in gleichmäßigen Abständen aus.
Der Abstand zwischen zwei Bewegungsknoten ergibt somit die halbe Schallwellenlänge.
Abb. 6
Versuch:
Die Frequenz f wird mit Hilfe des Tonfrequenzgenerators variiert. Wenn sich das
Korkmehl besonders stark bewegt (Eigenfrequenz der Luftsäule), wird der Abstand d
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