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dem Vorbild von einfachen Rohrblattinstrumenten, wie der Klarinette, gebaut, da der Ton
durch ein schwingendes Metallblatt erzeugt wird.
Wenn Luft in die Eintrittsöffnung geblasen wird, schwingt die Zunge periodisch und
schlägt gegen die Kehle, ein halboffenes Messingrohr, das gemeinsam mit dem Schallbe-
cher einen Resonator bildet. Die Kehle setzt sich dabei bis zum Schallbecher fort.
Durch das Aufschlagen der Zunge entsteht eine asymmetrische Schwingungsform, die
viele harmonische Oberschwingungen enthält. Diese Frequenzen sind jedoch von Dicke,
Länge, Biegsamkeit und Masse des Metallblatts abhängig. Mit wachsender Länge erhöht
sich die Grundfrequenz; je dünner die Zunge ist, um so mehr Harmonische können mit-
schwingen.
Klangfülle und Klangfarbe entstehen erst durch die Ausgestaltung des Bechers (Resona-
tor), der durch verschiedene Formen und Abmessungen unterschiedliche Klänge hervor-
bringt.
Abb. 1: Labialpfeife
Abb. 2: Zungenpfeife
Einen weiteren Unterschied beinhalten die offenen und gedackten Pfeifen (offenes Ende
bzw. geschlossenes Ende) (vgl. Wellenverläufe im Rohr mit gleichen bzw. gemischten
Randbedingungen 1.3.1. Stehende Wellen). Da die Eintrittsöffnungen für die Luft immer
offen sind, beschreiben diese Bedingungen die gegenüberliegende Seite der Eintrittsöff-
nung. Stehende Wellen, also Resonanzfälle, entstehen deshalb in unterschiedlicher Weise
und machen so auch die Unterschiede bei den harmonischen Obertönen zwischen offener
und gedackter Pfeife erkennbar. Im Inneren des Pfeifenkörpers schwingen die Luftteilchen
- wie zuvor bereits gesagt - auf und ab. Die Schwingungsbäuche liegen dort, wo die Amp-
litude ihr Maximum erreicht, während bei Knoten die Amplitude minimal ist. Der Grund-
ton bei offenen Pfeifen ist dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Pfeife mit dem Ab-
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