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2.2. Die Tonsysteme
Das subjektive Empfinden der Menschen bezeichnet zwei verschiedene, jedoch gleichzei-
tig ans Ohr gelangende Töne mal als angenehmen, harmonischen Wohlklang (Konsonanz),
oder aber als unangenehmen, gar schmerzenden Klang (Dissonanz). Diese Empfindung
von Konsonanz und Dissonanz zweier Töne hängt nicht von den absoluten Werten dersel-
ben ab, sondern von ihrem Verhältnis zueinander. Ein solches Schwingungsverhältnis be-
zeichnet man als Tonstufe oder Intervall, die in der Musik spezielle Bezeichnungen haben:
Prime:
c c Konsonanz
Sekunde:
c d Dissonanz
Kleine Terz:
c es Konsonanz
Große Terz:
c e Konsonanz
Quarte:
c f Konsonanz
Quinte:
c g Konsonanz
Kleine Sexte:
c as Dissonanz
Große Sexte:
c a Konsonanz
Kleine Septime: c b Dissonanz
Große Septime: c h Dissonanz
Oktave:
c c´ Konsonanz
Die erste Spalte gibt die Bezeichnung des Intervalls, die zweite Spalte ein Beispiel zwi-
schen den Tonabständen und Spalte drei die Bezeichnung des Zusammenklanges an. Die
Verhältnisse der Zusammenklänge werden im Kapitel 3.1.1. Schwingende Saiten ermit-
telt.
Im Laufe der Zeit haben sich die Empfindungen jedoch auch geändert. So wurden einst die
Große Sexte und sogar die Große Terz und die Quarte den dissonanten Verhältnissen zu-
geordnet, die für die Menschen der westlichen Welt heute keine unangenehmen Apperzep-
tionen hervorrufen.
Darüber hinaus sind andere Zusammenklänge von Tönen jedoch wichtiger - die Akkorde,
d.h. Zusammenklänge mit mehr als zwei Tönen. Am verbreitetsten sind in unserer klassi-
schen und volkstümlichen Musik die Dreiklänge, die ebenfalls verschiedene Bezeichnun-
gen haben:
Dur
c e g
Moll
c es g
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