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der ersten, der vorschlug, Blockflöten aus mehreren zusammensetzbaren Teilen zu ferti-
gen.
Auch die Anfänge der modernen Akustik sind während der Renaissance zu finden. So be-
schrieb Galileo Galilei den Zusammenhang zwischen Tonhöhe einer Saite und Schwin-
gungszahl, sowie die Antiproportionalität von Frequenz zur Saitenlänge. Es wurden ma-
thematische Gesetze gesucht und gefunden, das Prinzip der Obertöne wurde entdeckt und
auch die Schallgeschwindigkeit wurde erstmals gemessen (jedoch etwas ungenau). So
wurden auch Bücher, wie die Harmonie universelle von Marin Mersenne, über Akustik
und Musikinstrumente verfaßt.
Durch sie hat man auch erkennt, daß die Instrumentenfamilien wieder kleiner wurden. Zum
Barock hin wurden vor allen Dingen die Streichinstrumentenfamilie gespielt, die zu or-
chesterfähigen Instrumenten ausgebaut wurde, um dem Anspruch an Tonumfang und Dy-
namik gerecht zu werden.
Wie und wo die Tonlöcher bei den Blasinstrumenten liegen sollten, waren damals meist
Proportionierungsregeln, wie dem Goldenen Schnitt oder Kreis und Quadrat als Ausgangs-
figuren, unterlegen. So konnte man auch dem Verlangen nach einem wohlproportioniertem
Äußeren gerecht werden.
Später setzte sich zwar ein subjektiveres Empfinden nach ästhetisch-künstlerischen Ge-
sichtspunkten durch, doch dies brachte meist keine besonderen Neuerungen mehr mit sich.
Der französische Mathematiker Fourier stellte zu Beginn des 19. Jahrhundert fest, daß jede
beliebige periodische Schwingungskurve aus einer Überlagerung von einfachen Sinus-
schwingungen zusammengesetzt ist, deren Schwingungszahlen ein-, zwei- bzw. n-mal so
groß sind wie die tiefste Frequenz der gegebenen Schwingung (Grundschwingung).
Die Grundlagenwissenschaft der Akustik drang nur selten bis zu den praktischen Anwen-
dungen durch. Selbst für Hermann von Helmholtz, der in der Akustik des 19. Jahrhunderts
dominierte, war die praktische Anwendung im Instrumentenbau nicht von primärem Inte-
resse. Helmholtz legte auf exakte Lösungen der bis dahin zweifelhaften Fragen großen
Wert und hat die mathematischen Grundlagen zur Berechnung von Saitenschwingungen,
Luftsäulen usw. geschaffen.
Seit Helmholtz hat die Akustik bis auf die Einführung elektrischer Methoden, besonders
durch die Verstärkertechnik der Elektronenröhre, wenig Neues zu bieten.
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