Kinder optimal fördern - mit Musik: Intelligenz, Sozialverhalten und gute Schulleistungen durch Musikerziehung (Serie Musik)


 
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Kinder optimal fördern - mit Musik: Intelligenz, Sozialverhalten und gute Schulleistungen durch Musikerziehung (Serie Musik) (Taschenbuch) Die Berliner Langzeitstudie unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Günther Bastian ist wirklich ein Meilenstein in der Musikpädagogik!

Ein Jahr Vorbereitungszeit, sechs Jahre Durchführung an sieben Berliner Grundschulen und ein Jahr Auswertung der Daten beweisen seit einigen Jahren, was eine erweiterte Musikerziehung bei Kindern in der Entwicklung bewirken kann. Vieles hatte man schon früher geahnt oder gewußt, viele Hypothesen wurden in den Raum gestellt, so mancher konnte dazu Erfreuliches berichten, aber ohne dies alles empirisch nachweisen zu können. Das hat sich nun seit Vorlage der Studie entscheidend geändert! Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind unter dem Titel "Musik(-erziehung) und ihre Wirkung" auf 686 Seiten plus CD-Rom für jeden nachlesbar.

Dieses kleine hier angepriesene Taschenbuch ist eine exzellente ZUSAMMENFASSUNG der Thematik. Hier werden auf 108 Seiten alle wichtigen Aspekte auf einfache Weise besprochen. Trotzdem das Buch oftmals traurige Zustände und Tendenzen in der deutschen Kulturpolitik behandelt, wirkt der Schreibstil des Autors immer belebend und aufmunternd, denn "der Beweggrund dieses Taschenbuches liegt darin, die Menschen zu mobilisieren, und zwar für die Musik", Pädagogen, Musiker, Eltern, Schüler, Studenten, Politiker und alle weiteren Interessierten und Verantwortlichen! Das Buch liefert eine Vielzahl fundierter Argumente, um an unterschiedlichster Front den Kampf gegen kulturelle Verarmung und bildungspolitische Ignoranz aufzunehmen!

Musik fördert die zutiefst menschlichen Qualitäten und wirkt zusätzlich unterstützend auf alle schulischen Leistungen! Bei bisherigen Lehrplänen wird hauptsächlich der Intellekt geschult, die Seele des Kindes erhält aber zu wenig. Das Fach Musik, sowie andere Fächer der Kunst, gehören deshalb ins Zentrum einer Schule und nicht an den Rand (um dort irgendwann vielleicht gänzlich zu verschwinden)! Als Beispiel diene die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, die in Sachen Theaterspiel aufzeigt, dass es durchaus möglich ist, einen Schulbetrieb sinnvoll umzuändern. Projekte wie "Rhythm is it" - das bislang vielleicht bekannteste Beispiel in jüngster Zeit - zeigen eindeutig, was geschieht, wenn Kinder angeleitet werden, sich kreativ zu betätigen.

Die Berliner Langzeitstudie hat unstrittig belegt, dass die Wirkkräfte der Musik in unserer heutigen Zeit not-wendend sein können und als ein wegweisendes "Zeichen der Zeit" zu begründen sind. Alle Musikpädagogen können zu Recht stolz sein, welch bedeutsames Fach sie unterrichten! Musik ist kein Luxus, sondern Humus in der Ausbildung junger Menschen, und niemand kann heute noch sagen, das wäre alles nur eine schöne Idee, denn ... es ist so, es hat sich erwiesen! In diesem kleinen Buch steht warum!
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 3. September 2007
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1. Die Bastian-Studie: ein Meilenstein der Entwicklung:
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